18.04.2017 | G9-Reform: Schülern droht unfreiwilliger Ausschluss vom G9

G9 auch für die aktuellen 5. und 6. Klassen ermöglichen

© G9 für alle aktuellen 5. und 6. Klassen an bayerischen Gymnasien

Endlich ist es geschafft: Drei Jahre nach dem Volksbegehren der FREIEN WÄHLER wird die Staatsregierung das neunjährige Gymnasium zum Schuljahr 2018/19 wieder etablieren.
Doch Schüler, die sich aktuell in den Jahrgangstufen fünf und sechs der bayerischen Gymnasien befinden, gehen dabei leer aus.

Es sei denn, sie werden bereits an einer der „Mittelstufe Plus“-Pilotschulen unterrichtet. Dies ist leider nur eine krasse Minderheit der Kinder.

Aus Sicht des FREIE WÄHLER Bildungspolitikers Michael Piazolo heißt das: „Noch einmal Nachsitzen, Minister Spaenle – wir fordern, dass die heutigen Fünft- und Sechstklässler in Bayern die Wahl haben, ob sie in acht oder lieber doch in neun Jahren das Gymnasium absolvieren möchten“. Die Enttäuschung vieler Eltern an Gymnasien, die nicht für das Pilotprojekt „Mittelstufe Plus“ zugelassen worden waren, ist nun dementsprechend groß. Dass nun der ‚falsche‘ Jahrgang oder der Besuch der ‚falschen‘ Schule darüber entscheiden soll, ob das eigene Kind von einer verlängerten Lernzeit am Gymnasium profitieren kann, ist für viele Eltern nicht nachvollziehbar und führt verständlicherweise zu großem Unmut. Damit trägt die CSU wie schon bei der überstürzten G8 Einführung wieder einmal dazu bei, dass ganze Jahrgänge benachteiligt werden.

Piazolo fordert die Staatsregierung daher in einem Antrag und mittels einer Petition auf, zumindest auch den Schülerinnen und Schülern der aktuellen fünften und sechsten Klassen die Möglichkeit einer neunjährigen Gymnasialzeit einzuräumen. „Die Lernzeitverlängerung wird von Eltern, Lehrern und Schülern mehrheitlich als die bessere Form der gymnasialen Ausbildung erachtet. Deshalb müssen alle Schülerinnen und Schüler der bestehenden gymnasialen Eingangsklassen in den Genuss der politischen Neuerung G9 kommen – gerade weil sie einen Großteil ihrer gymnasialen Schulzeit noch vor sich haben“, so Piazolo.

 

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